
«Merkwürdig ist Rorschach»
– Eine Schweizer Reise mit Familie Mendelssohn –
Simone Keller – Klavier – Flurina Sarott – Violine – Cristina Janett – Violoncello – Philip Bartels – Lesung
Musik und Reisebriefe von Fanny und Felix Mendelssohn.
Ein vergnüglicher Konzert- und Leseabend, der die ausgedehnten Reisen der Familie Mendelssohn durch die Schweiz nachzeichnet.
Im Sommer 1822 unternahm das Berliner Ehepaar Abraham und Lea Mendelssohn mit seinen Kindern Fanny (16), Felix (13), Rebecka (11) und Paul (9) eine ausgedehnte Schweiz-Reise über Schaffhausen, Thurgau, Zürich, Luzern, Thun, Bern bis nach Lausanne und Genf. Neun Jahre später, im Sommer 1831 bereiste der 21jährige Felix Mendelssohn, der mittlerweile ein europaweit bekannter Pianist und Komponist war, die Schweiz, von Italien kommend, allein und zu Fuss in entgegengesetzter Richtung über Vevey, Grindelwald, Luzern nach St. Gallen.
Die Mendelssohns waren leidenschaftliche Briefeschreiber. Von der ersten Reise berichtet Fanny laufend ihrer vier Jahre älteren Cousine Marianne und neun Jahre später schreibt Felix an die daheimgebliebene Schwester Fanny, eine ebenfalls sehr talentierte Pianistin und Komponistin.
Simone Keller absolvierte ihre Ausbildung in der Konzertklasse von Hans-Jürg Strub und der Liedklasse von Daniel Fueter an der Zürcher Hochschule der Künste. Sie pflegt als Solistin und Kammermusikerin ein sehr breites Repertoire in der klassischen und modernen Musik bis hin zu experimentellen und interdisziplinären Formaten, eigenen Konzepten und Vermittlungsprojekten und übt eine intensive Konzerttätigkeit in der Schweiz, in Europa, den USA und Asien aus. Als Gast spielte Sie regelmässig beim Musikkollegium Winterthur, der Südwestdeutschen Philharmonie und dem Collegium Novum Zürich und wurde unter anderem vom Ensemble Contrechamps Genf, dem Glassfarm Ensemble New York oder dem Hong Kong New Music Ensemble. 2019 erhielt Simone Keller zwei Preise der Internationalen Bodenseekonferenz und wurde im selben Jahr von Classical:NEXT für den internationalen Innovation Award nominiert. 2021 wurde sie mit dem Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis ausgezeichnet und 2022 durfte sie sowohl den Thurgauer Kulturpreis als auch den Schweizer Musikpreis entgegennehmen.
Flurina Sarott schloss mit Auszeichnung den Master of Arts in Music Performance an der Hochschule der Künste Bern bei Monika Urbaniak ab. 2015 schloss sie den Master of Arts in Music Pedagogy bei Nora Chastain an der Zürcher Hochschule der Künste ebenfalls mit Auszeichnung ab. Als freischaffende Violinistin konzertiert sie unter anderen mit dem Salonorchester St. Moritz und der Camerata Pontresina. Sie spielt regelmässig Duo-Rezitale, ist festes Mitglied des Thurgauer Trio Arsis, Mitglied der CHAARTS und der Kammerphilharmonie Graubünden. Sie ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe und wurde u.a. 2010 mit dem Förderpreis der Lukas-Emch Stiftung und 2012 mit dem Stipendium der Friedl Wald Stiftung ausgezeichnet und unterrichtet an der Musikschule Konservatorium Zürich MKZ.
Cristina Janett studierte an der Hochschule der Künste Bern bei Conradin Brotbek, wo sie den Master in Musikpädagogik mit Auszeichnung erhielt. Anschliessend Vertiefung für Neue Musik an der Zürcher Hochschule der Künste bei Martina Schucan und Barockcellounterricht bei Martin Zeller. Abschluss im Master Performance. Meisterkurse für Violoncello und Kammermusik beim Carmina Quartett. Cristina Janett war Mitglied des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters und spielt heute in verschiedenen Kammermusik- Ensembles – unter anderem in der Formation für neue Schweizer Volksmusik «C’est si B.O.N.» und bei «Ils Fränzlis da Tschlin», mit denen sie 2019 den Schweizer Musikpreis gewann. 2020 wurde sie gemeinsam mit ihrer Familie mit dem Thurgauer Kulturpreis ausgezeichnet.
Philip Bartels wurde in Ostberlin geboren und lebt seit 2002 in der Schweiz, wo er an der Hochschule für Musik und Theater Zürich Regie, Komposition für Bühne und Film und Chorleitung studierte. Seine Inszenierungen im Bereich des Musik- und Sprechtheaters wurden unter anderem an den Stadttheatern Biel/ Solothurn, St. Gallen, dem Zürcher sogar Theater, der Basler Gare du Nord oder dem Südpol Luzern gezeigt.
Neben seiner Tätigkeit als Regisseur komponiert und arrangiert Philip Bartels für verschiedenste Formationen und leitet zusammen mit der Pianistin Simone Keller das Künstler-Kollektiv ox&öl, das Projekte im experimentellen Musiktheaterbereich konzipiert und durchführt, bei denen Inklusion und Diversität selbstverständlicher Bestandteil der künstlerischen Praxis sind. Als Mitglied des Kukuruz Quartett spielte er bei der documenta 14 und den Wiener Festwochen und stand in Ruedi Häusermanns Inszenierung «piano forte» im Zürcher Schauspielhaus auf der Bühne.
Dieses Konzert wird durch das Aargauer Kuratorium unterstützt.
Anmeldung und Infos unter stkeller@flutetrends.ch oder Tel.: 056 470 16 60 -> www.flutetrends.ch
